IGNORANTEN FÜHREN DIE VÖLKER IN DEN TOD

Es ist ein Grundprinzip der bürgerlichen Gesellschaft, auf die kürzeste Manier reich zu werden. Es folgt daraus, dass Geldgier und Selbstsucht die Völker regieren und dass diese sich von Zeit zu Zeit in Kriegen äußert. Das ist nicht erst nach dem Machtantritt von Donald Trump verfasst worden, sondern Ende 1843/Anfang Januar 1844 von Friedrich Engels.

Von Heinz Ahlreip, 22. März 2025, 10:28 h | Das war ein erstaunlicher Weitblick bis rein in imperialistische Geschichte, die erzwingt, dass je näher die Ökonomen der Gegenwart kommen, desto weiter entfernen Sie sich von der Ehrlichkeit. (Vergleiche Friedrich Engels, Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie, Werke, Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1960, 501).

Der Imperialismus stellt nicht nur das höchste Stadium des Kapitalismus dar. Er markiert zugleich den Beginn einer neuen Phase: den Eintritt der Arbeiter und Kleinbauern in die Ära der proletarischen Revolutionen oder zumindest ihrer vorbereitenden Bewegungen. Ziel dieser Entwicklung ist es, die zunehmenden gesellschaftlichen Widersprüche und Kämpfe zu einem Punkt zu führen, an dem menschliche Arbeit wieder unmittelbar ihr eigener Lohn wird. Damit soll die tiefe Entwürdigung des Menschen durch Privateigentum, Warenlogik und Konkurrenz überwunden werden.

Derzeit posaunen bürgerliche Trompeten fast jeden Tag politisch als einen historischen Tag aus, besonders den 21. 3. 2025, als parlamentarisch und föderal alles klar war, dass die imperialistischen Rüstungsausgaben als unlimitierte festgeschrieben wurden. Was die bürgerliche Journaille als historisch ausgibt, ist ein großer Schritt hin zum imperialistischen Krieg. ‘Wir sind wieder wer‘, ließ Söder verlauten. Ein ganzes Volk findet sich durch bürgerliche Geldgier im Schuldenturm eingeschlossen, perspektivlos von der Bourgeoisie der Sintflut preisgegeben. Wie Klerus und Adel durch die von der Bourgeoisie geführten Volksmassen gestürzt wurden, so wird die Bourgeoisie durch die vom Proletariat geführten Volksmassen gestürzt werden. Sie selbst bereitet ihren Abgrund vor und muss dazu die Volksmassen ideologisch blind machen, sie dürfen nicht erkennen, dass die bürgerlichen Parasiten am Ende sind. Jeder Bundesbürger ist ab dem 21.3. 2025 mit 38.000 € verschuldet, im Blutsaugen wird ein Weltrekord nach dem anderen gebrochen und die Volksfeindlichkeit ist ins unermesslich Terroristische gestiegen. Dabei ermöglicht die Entwicklungshöhe der Produktivkräfte heute einen immensen Reichtum der Volksmassen. Von blühenden Landschaften war nur geredet worden. Wohin verschwindet der von den Volksmassen hervorgebrachte Reichtum?

Die Bourgeoisie richtet ihre Armee hoch. Wir dürfen mit der Vorbereitung der Volksbewaffnung nicht hinterherhinken. Das Hauptkettenglied wird in Kürze die allgemeine Wehrpflicht sein, denn die besten Waffen nützen nichts, wenn keine Soldaten bolschewistischer Natur da sind, die sie bedienen können. Sie gibt den Weg frei, durch Aufklärung der Volksmassen und der aus sich ergebenden Umdrehung der Gewehre Schuldner in Gläubige zu verwandeln und Gläubiger, insbesondere die Finanzbourgeoisie, in Schuldner. Die Bourgeoisie muss enteignet werden auf Grundlage der allgemeinen Volksbewaffnung. Es gibt keine zwei Wege.

Immer und immer wieder wird von bürgerlichen, insbesondere sozialdemokratischen Ideologen unterschlagen, dass die Imperialisten ihre Raubfeldzüge in einer warenproduzierenden Gesellschaft vorbereiten. Was bedeutet das? Das bedeutet: Die Beziehungen zwischen den Produzenten nehmen eine besondere Form an. Die gesellschaftlichen Wesensmerkmale ihrer Arbeit erscheinen nicht direkt, sondern versteckt in den Dingen, die sie herstellen. Erstens zeigt sich die Gleichheit menschlicher Arbeit in der Tatsache, dass die Produkte einen gleichen Wert zu haben scheinen. Zweitens erscheint die aufgewendete Arbeitszeit als die messbare Größe dieses Werts.

Diese gesellschaftlichen Merkmale der Arbeit treten also nicht als menschliche Beziehungen zutage, sondern als Eigenschaften der Produkte selbst. Genau das macht die Warenform so rätselhaft. Sie spiegelt den Menschen ihre eigenen gesellschaftlichen Verhältnisse in verkehrter Form wider – als ob es sich um natürliche Eigenschaften der Dinge handelte. So erscheint das Verhältnis der Produzenten zur gesamten gesellschaftlichen Arbeit als ein Verhältnis zwischen Gegenständen, das außerhalb ihres Bewusstseins und Einflusses liegt.

Durch dies Quidproquo werden die Arbeitsgegenstände Waren, sinnlich übersinnliche oder gesellschaftliche Dinge … Die Menschen beziehen also ihre Arbeitsprodukte nicht aufeinander als Werte, weil diese Sachen ihnen als bloß sachliche Hüllen gleichartig menschlicher Arbeit gelten. Umgekehrt. Indem sie ihre verschiedenartigen Produkte einander im Austausch als Werte gleichsetzen, setzen sie ihre verschiedenen Arbeiten einander als menschliche Arbeit gleich. Sie wissen das nicht, aber sie tun es. (Karl Marx, Das Kapital, Werke, Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960, 86 und 88).

Der Wert ist ein unter dinglicher Hülle verstecktes Verhältnis zwischen Personen.

Und in den Händen von Ignoranten, diesen notgeil-geldgierigen Berufspolitikern, die nicht wissen, was sie tun, liegt das Schicksal der Völker über ihr Leben und ihren Tod.

Über Heinz Ahlreip 127 Artikel
Heinz Ahlreip, geb. am 28. Februar 1952 in Hildesheim. Von 1975 bis 1983 Studium in den Fächern Philosophie und Politik an der Leibniz Universität Hannover, Magisterabschluss mit der Arbeit »Die Dialektik der absoluten Freiheit in Hegels Phänomenologie des Geistes«. Forschungschwerpunkte: Französische Aufklärung, Jakobinismus, Französische Revolution, die politische Philosophie Kants und Hegels, Befreiungskriege gegen Napoleon, Marxismus-Leninismus, Oktoberrevolution, die Kontroverse Stalin – Trotzki über den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, die Epoche Stalins, insbesondere Stachanowbewegung und Moskauer Prozesse.

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