3. Weltkrieg: Dialektik der Geschichte: Aus Kleinem wird Großes

Die Kriegspropaganda hat mittlerweile alle imperialistischen Supermächte erfasst. Auch EU und BRD wollen vom Kuchen etwas abhaben vergessen aber, dass danach kaum noch ein Überleben möglich ist | Photo: Videoscan YouTube

Die Imperialisten bereiten mit fieberhafter Gier und dennoch mit klarer Strategie ihre Raubkriege vor. Sie werden von Finanzkapitalisten gesteuert und treiben die Militarisierung voran.

 

Von Heinz Ahlreip, 17. März 2025, 18:53 h | Derzeit feiern sie diesen Prozess regelrecht, während die Börsenkurse von Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall in die Höhe schnellen. Gleichzeitig blenden sie die enormen Belastungen aus, die auf die Völker zukommen. Diese Last wird so groß sein, dass die Menschen unter ihr zusammenbrechen. Ihre Rücken werden sich krümmen wie die der Sklaven im alten Ägypten. Die Bevölkerung wird finanziell an den Rand des Ruins gedrängt und gezwungen sein, am Existenzminimum zu leben.

Der jetzt mit immensen Fahrt aufnehmende Dritte Weltkrieg wird der verheerendste Krieg der Weltgeschichte werden. Die Imperialisten jagen die Hochrüstung voran, als sei der Teufel hinter ihrer Seele her. Der Teufel trägt den Namen Maximalprofit. Die allgemeine Wehrpflicht wird den Völkern Machtmittel in die Hand geben. Das Proletariat hat nichts mehr zu verlieren als seine Ketten, es hat aber eine Welt zu gewinnen, heißt es im Manifest. Die sozialrevolutionären parteigebundenen Gegenkräfte, die die weltweite Befreiung der Menschheit von der Lohnsklaverei hinsteuern, gegen den Imperialismus und seinem technizistischen Wahn sind schwach, sogar sehr schwach. Heißt das aber, die Flinte ins Korn zu werfen?

Der Klassenfeind kann mit seiner Söldnerarmee den imperialistischen Krieg nicht richtig lesen! Geld und technizistisch fixiert, die moralischen Größen im Krieg vernachlässigend, mit äußerst verlogenen demagogischen, historisch ausgeleierten Ideen ‘Freiheit und Demokratie‘ sind im heute reaktionären bürgerlichen Sinn geblendet. Die imperialistischen Soldaten sterben mit diesen Worten: Republik, Freiheit, Demokratie auf den Lippen, dienen aber krimineller Räuberei, insbesondere massenhaftem Diebstahl von Rohstoffen, dienen vor allem der Eroberung von Absatzmärkten für den Export von Finanzkapital.

Der Klassenfeind geht nicht wissenschaftlich revolutionär an die Frage des imperialistischen Krieges heran und kann es auch nicht. Die Wissenschaft steht als marxistisch-leninistische und nur als diese schon mal auf der Seite des gesellschaftlichen Fortschritts. Das ist kein zu unterschätzendes Plus. So kann vom konterrevolutionären Offiziersgesindel nicht erkannt werden, dass der imperialistische Krieg einen zweiten Krieg mit Finalcharakter in sich birgt, nämlich einen revolutionären Bürgerkrieg, der die imperialistischen Kriegsverbrecher zu enthaupten hat. Das Kräfteverhältnis zwischen imperialistischen Soldatenmassen, im Grunde von der sozialen Herkunft arme Schlucker wie auch wir, zu den revolutionär antikapitalistischen Kräften verhält sich also nicht proportional zur wissenschaftlichen Einsicht in das epochale Wesen des Krieges.

Der Klassenfeind hat zunächst relativ gigantische Waffen, wir dagegen das höhere Wissen und wir können durch den Marxismus-Leninismus wissenschaftlich an den Krieg herantreten. Es ist heute die primäre Kriegsaufgabe der Marxisten-Leninisten neben der Einrichtung von Tarnwohnungen und der Beschaffung von Waffen unseren marxistisch-leninistischen Wissensschatz einem Atompilz gleich, in den Volksmassen aufblühen zu lassen.

Das ist der fundamentale Unterschied:
Die Imperialisten lassen von oben Atombomben regnen, wir mobilisieren die Volksmassen von unten und erklären ihnen, den Krieg richtig zu lesen, ihn zu verstehen, worum es in ihm geht. Versteht nur die parteimäßige Avantgarde den Krieg, versteht nur sie und ihre Klasse in den Fabrikstädten ihn, so geht der Bürgerkrieg verloren, auch die meistens parteilosen armen Bauern müssen ihn verstehen. Eine angeblich rote Herrschaft nur in den Metropolen, nur auf deren Massen gestützt, ist auf Sand gebaut.

„Die Bourgeoisie hält nur dann einen Staat für stark, wenn er mit der ganzen Macht des Regierungsapparates die Massen dorthin zu dirigieren vermag, wohin es die bürgerlichen Machthaber wollen. Unser Begriff von Stärke ist ein anderer. Nach unseren Begriffen ist es die Bewusstheit der Massen, die den Staat stark macht. Er ist dann stark, wenn die Massen alles wissen, über alles urteilen können und alles bewusst tun“.
(Lenin, Zweiter Gesamtrussischer Sowjetkongress, Werke, Band 26, Dietz Verlag Berlin, 1960,245).

Viele Linke vergessen ständig, woher die Milch für unsere Kinder kommt. Es leben nur 15 % in Dörfern mit weniger als 5. 000 Einwohnern, sagt die Geografie-Professorin Ulrike Gerhard von der Universität Heidelberg. Das ist eine nur quantitative Angabe, uns geht es um etwas Qualitatives, um Lohnarbeitsverhältnisse, die nicht nur aus urbanen bestehen. Jeder Krieg ist in ein Geheimnis gehüllt und natürlich sind die Revolutionäre im Marxismus-Leninismus geschulten Kader den imperialistischen Kriegsideologen in der Auflösung des Kriegsgeheimnisses voraus. Bürgerliche Kader sehen den Krieg nur als einen bewaffneten Kampf an, Lenin betrachtete ihn als einen besonderen Zustand der Gesellschaft.

Ein wichtiger Punkt kommt hinzu:
Wer glaubt den menschenverachtenden räuberischen Krieg nur mit parlamentarisch Regeln, ohne Tabu- und Gesetzesbruch, rein legal führen zu können, rennt in die Irre. Der imperialistische Krieg zwingt die revolutionäre Avantgarde in die Illegalität. Die progressive Bedeutung des imperialistischen Krieges, der von Gefühlssozialisten rein instinktiv wegen Gräuel, Blut, Verstümmelung und auch durch das Zertreten von Gänseblümchen durch Soldatenstiefel abgelehnt wird, ein bequemer Weg, um über Probleme hinwegzusehen, ist nicht zu verkennen. Erinnern wir uns an die ‘Adler‘, so hieß die erste Eisenbahn, die am 7. Dezember 1835 die sechs Kilometer langen Strecke von Nürnberg nach Fürth befuhr und die erste deutsche Eisenbahnverbindung eröffnete. Damit begann der Triumphzug der Eisenbahn in Deutschland. Und was machten die an der Strecke auf die Bahn Wartenden? Sie stürmten davon in die Büsche, als das schwarze rauchende Ungetüm auf der Bildfläche erschien, bibberten und zitterten, die Augen vor Angst aufgerissen.

Eine ähnliche Wirkung hat auf dem Schlachtfeld auch das Auftauchen einer bisher unbekannten Waffe, wie die englischen Tanks (Panzer) im Ersten Weltkrieg. Vor dem imperialistischen Krieg darf man nicht weglaufen. Lenin bezeichnete zu seinen Lebzeiten den ersten imperialistischen Weltkrieg als einen Beschleuniger und Regisseur der Geschichte. In diesen Gedanken müssen wir aktuell tief eindringen, denn es ist die Aufgabe der Arbeiterklasse, Geschichte in Weltgeschichte zu verwandeln, ein radikales Aufbäumen, zu dem nur sie im Bündnis mit den Kleinbauern in der Lage ist. Dass das nicht durch ein spielen am imperialistischen Krieg vorbei, durch pure pazifistische Friedensresolutionen geschehen kann, sondern durch diesen hindurch, seinen reaktionären ungerechten Charakter in einen fortschrittlich gerechten Volkskrieg verwandelnd, versteht sich dialektisch von selbst.

Das sind also die zusammenhängenden Schritte:
Aufklärung der Massen,
Bewaffnung der Massen,
Zerschlagung zunächst des faschistischen Offizierskorps, um sodann die ganze sozialperverse Welt der Bourgeoisie in Schutt und Asche zu legen.

 

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Über Heinz Ahlreip 127 Artikel
Heinz Ahlreip, geb. am 28. Februar 1952 in Hildesheim. Von 1975 bis 1983 Studium in den Fächern Philosophie und Politik an der Leibniz Universität Hannover, Magisterabschluss mit der Arbeit »Die Dialektik der absoluten Freiheit in Hegels Phänomenologie des Geistes«. Forschungschwerpunkte: Französische Aufklärung, Jakobinismus, Französische Revolution, die politische Philosophie Kants und Hegels, Befreiungskriege gegen Napoleon, Marxismus-Leninismus, Oktoberrevolution, die Kontroverse Stalin – Trotzki über den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, die Epoche Stalins, insbesondere Stachanowbewegung und Moskauer Prozesse.

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